Kombucha

Den Wellness-Drink einfach selber machen

Unser Tipp

Je saurer der Kombucha wird, desto weniger Kombucha wird das nächste Mal als Ansatzflüssigkeit gebraucht.

Zutaten

Vorschlag: Glas á 2,5 l bzw. á 3l  fürs Fermentieren

Sterile Flaschen für die Zweitfermentation

1 Kombucha Bio-Teepilz

200 ml Ansatzflüssigkeit (von einem vorherigen Kombucha-Ansatz) 

12 g Tee (z.B. Schwarztee oder Grüntee)

100 g Zucker (Rohrzucker)

1,3 L Wasser (gefiltertes Leitungswasser oder Mineralwasser ohne Kohlensäure)

Teesieb oder -socke

Zweite Fermentation:

Wenn du 1l Kombucha aus der ersten Fermentation verwendest

optional:

300 ml Kräuter- oder Früchtetee

10-20 g Zucker

Aromen nach Geschmack ( z.B. Gewürze, Kräuter, ...)

Zubereitung

Kombucha ist ein traditionelles biologisches Gärgetränk, das bereits seit vielen Jahrhunderten hergestellt wird. Wir zeigen dir wie du es ganz einfach selber machst. Du bestimmst selbst die Zusammensetzung, Qualität und den Geschmack der Zutaten. 

Das Gärgetränk wird durch Fermentierung eines Tees mit einer Kombuchakultur hergestellt. 

Bringe 300 ml Wasser zum Kochen und lasse den Tee 8-10 Minuten darin ziehen.
Danach entferne den Tee mit einem Teesieb oder einer Teesocke.

Füge den Zucker in den Tee hinzu und rühre so lange, bis er vollständig aufgelöst hat.

Anschließend gib den Tee und das restliche Wasser in das Fermentationsgefäß.

Der Tee kühlt dabei schnell ab, was wichtig ist, denn die Kombucha-Kultur verträgt keine heißen Temperaturen. Das würde die lebendige Kultur töten.

Gib den Kombucha-Teepilz und die 200 ml Ansatzflüssigkeit in das Glasgefäß..

Decke das Glas mit dem Glasdeckel ab. So ist dein Kombucha vor Essigfliegen und anderem Insekten geschützt.

Stelle das Glasgefäß an einen warmen (über 19°C), dunklen Ort (zum Schutz der Kultur) mit wenig frischer Luft. Teste nach 5 Tagen, ob der Kombucha schon sauer genug ist (sonst lasse ihn weiter fermentieren) Wenn er sauer genug ist, entnimm den Teepilz und lege ihn beiseite. Nun fülle ca. 80 % des Kombuchas in die bereitgestellten, sterilen Flaschen und verschließe diese luftdicht. Hier eignen sich besonders gut die Multi-Flaschen á 500 ml, denn sie haben eine große Öffnung und du kannst mit einem Kreidestift das Datum sowie den Inhalt auf den schwarzen Schraubverschluss schreiben.

Starterflüssigkeit:

Ca. 20% des Kombuchas sind als neue Starterflüssigkeit für den nächsten Ansatz im Glas verblieben. Mit dieser Starterflüssigkeit kannst du wieder bei Schritt 1 beginnen.

Zweitfermentation:

Mit der zweiten Fermentation bekommst du Geschmack, Farbe und Prickeln in den Kombucha.

Mische hierzu den (unbedingt kühlen) Tee mit dem Kombucha aus der ersten Fermentation. Fülle den so verdünnten oder puren Kombucha in Flaschen ab und füge Früchte, Kräuter oder andere Aromen nach Geschmack hinzu.

Temperatur, Zeit und Ort

Verschließe die Flaschen luftdicht und bewahre sie für 1-2 Tage bei Zimmertemperatur ohne direkte Sonneneinstrahlung auf. Während dieser Zeit bildet sich durch die Fermentation Kohlendioxid, wodurch der Kombucha sprudelnd wird.

Vorsicht: Überdruck!

Es kann Überdruck in den Flaschen entstehen, wodurch sie beim Öffnen überschäumen oder explodieren können. Lüfte die Flaschen zweimal täglich über einem Waschbecken, solange sie bei Zimmertemperatur stehen. Je wärmer es ist und je mehr Zucker die Hefen finden, desto mehr Kohlendioxid wird produziert.
Im Kühlschrank werden die Hefen inaktiver und regelmäßiges Lüften ist nicht mehr nötig.

Tipp:
Anpassung der Säure Wenn der Kombucha aus der ersten Fermentation zu sauer ist, kannst du ihn mit Wasser oder Zuckerwasser verdünnen und Aromen für die zweite Fermentation hinzufügen. 

Die zweite Fermentation ist abgeschlossen, wenn der Kombucha den gewünschten Geschmack erreicht hat. Dann nur noch kühlen und genießen.
Ob die hinzugefügten Aromen beim Kühlen im Kombucha bleiben, ist Geschmackssache und hängt von der geplanten Lagerdauer ab. 

Aromen werden vom Kombucha schnell aufgenommen und verlieren ihren Geschmack. Für längere Lagerung entferne die Aromen, da sie den Geschmack sonst verschlechtern können.

Lies dir auch unseren Blobeitrag Fermentieren - die älteste Konservierungsmethode der Welt durch.